DenkOrt Aumühle

DenkOrt Aumühle – Unterfranken gedenkt seiner deportierten Juden

Vom ehemaligen kleinen Güterbahnhof an der Aumühle in Würzburg wurde ein großer Teil der aus Unterfranken deportierten Juden 1941/42 abtransportiert. Von den 2070 Deportierten haben nur 63 Personen überlebt.

Eine Projektgruppe, die überwiegend aus der Würzburger Initiative „Wir wollen und erinnern“ hervorgegangen ist, denkt seit 2015 darüber nach, wie das Gedenken an die aus ganz Unterfranken deportierten Juden mit einem Denkmal an geeigneter Stelle gesichert werden kann.

Für dieses Projekt gibt es inzwischen ein umfangreiches Konzept. Anfang 2018 wurde der Verein „DenkOrt Aumühle e. V.“ gegründet, der die Trägerschaft für das zur Realisierung anstehende Projekt übernommen hat. Grundidee des Denkmals ist, mit Gepäckstücken, welche die Aufschrift der Heimatgemeinde tragen, an zentralem Ort und mit einem zweiten Gepäckstück in den Herkunftsgemeinden an die Opfer zu erinnern.

Nähere Informationen unter: www.johanna-stahl-zentrum.de/aktuelles/15282/DenkOrt Aumühle-Unterfranken gedenkt seiner deportierten Juden. Siehe dort auch die einschlägigen Presseberichte.

Zu den Deportationen aus dem Landkreis Main-Spessart siehe unsere Veröffentlichung:

Gedenkbuch. Opfer der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im              Gebiet des Landkreises Main-Spessart 1933-1945.                                                                           Zusammengestellt von Martin Harth. Gestaltet von Peter Reidelshöfer,                                      Marktheidenfeld 1991

Die Anregung zum DenkOrt Aumühle haben auch Kommunen des Landkreises Main-Spessart aufgegriffen (Stand: 03.10.2018):

Gepäckstücke:  

Gemünden (Gemünden, Adelsberg)

Karlstadt (Karlstadt, Laudenbach, Wiesenfeld)

Marktheidenfeld

Mittelsinn

Rieneck

Triefenstein

Urspringen

Finanzielle Unterstützung:

Esselbach

Hasloch

Kreuzwertheim

Lohr am Main

Retzstadt