Der Förderkreis Synagoge Urspringen 

Auf Initiative des damaligen Landrates Armin Grein gründeten die Historischen Vereine von Gemünden, Karlstadt, Lohr und Marktheidenfeld und weitere Interessierte aus dem gesamten Landkreis im Juli 1990 den“ Förderkreis Synagoge Urspringen“. Ihm gehören der Landkreis Main-Spessart und die Gemeinde Urspringen, die gemeinsam für den Unterhalt des Gebäudes verantwortlich sind, als Mitglieder an. Eigentümer des Gebäudes ist die Gemeinde Urspringen.

Als Träger der in der ehemaligen Synagoge in Urspringen eingerichteten Dauerausstellung ist der Verein für die Betreuung der Synagoge zuständig. Darüber hinaus hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, durch Sonderausstellungen, Vorträge und Veröffentlichungen vor allem zur Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und Kultur im Landkreis Main-Spessart anzuregen.

Am 24. April 1991 – dem Tag, an dem 1942 die Deportationen in Unterfranken begannen – wurde die ehemalige Synagoge dem Förderkreis feierlich übergeben.

Der Förderkreis stellte bei dieser Gelegenheit der Öffentlichkeit das in der Synagoge ständig ausliegende Gedenkbuch von Martin Harth vor. In ihm sind die Namen der während des Dritten Reiches verschleppten und ermordeten jüdischen Bürger des Landkreises Main-Spessart verzeichnet.

Am 10. November 1991- 53 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938 – wurde die Genisa-Ausstellung eröffnet.

Seit dieser Zeit, nun über 25 Jahre, erfüllt der Förderkreis seine Aufgabe. Er begrüßt es ausdrücklich, dass inzwischen in Arnstein eine weitere Synagoge restauriert wurde und es seit einigen Jahren in Laudenbach eine weitere Initiative gibt, eine Landsynagoge wieder herzustellen.